Michael Rotschopf – nun im Kino!! nach Toronto, San Sebastian und der Viennale

mit „ANGELO“. Ein filmisches Essay über Identität und Zuschreibung, das sich an der wahren, jedoch nur lückenhaft erforschten Biografie des sogenannten „Wiener Hofmohrs“ Angelo Soliman orientiert.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wird der 10-jährige Junge aus seiner afrikanischen Heimat verschleppt und zwangseuropäisiert. Fortan lebt er als Angelo Soliman (Makita Samba, Jean-Baptiste Tiémélé u.a.) in der Barock- und Rokokowelt des Wiener Adels (u.a. mit Michael Rotschopf als Fürst und Alba Rohrwacher als Comtesse). In drei Kapiteln zeichnet der Film Solimans Leben nach, das einerseits durch Anpassung und Rollenspiele und andererseits durch den gekonnten Einsatz der eigenen „Andersartigkeit“ geprägt ist.

Der zweite Spielfilm des Regisseurs Markus Schleinzer feierte im September 2018 seine Premiere im Rahmen des 43. Toronto International Film Festivals und konkurrierte bei der 66. Ausgabe des Filmfests San Sebastián im offiziellen Wettbewerb um die Goldene Muschel. Das diesjährige Filmfestival in San Sebastián hat sich der Charta für Gleichstellung und Diversität verschrieben, die bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes initiiert wurde. Auch auf das Festival der diesjährigen Viennale wurde der Film geladen.

Regie: Markus Schleinzer

Drehbuch: Alexander Brom, Markus Schleinzer

Produzent/innen: Alexander Dumreicher-Ivanceanu,
Alexander Glehr, Bady Minck, Franz Novotny

Produktion: Novotny & Novotny Filmproduktion GmbH , Amour Fou Luxembourg

In weiteren Rollen wirken mit: Olivier Baume, Pierre Bodry, Larisa Faber, Christian Friedel, Marisa Growaldt, Anne Klein, Jean-Michel Larré, Lukas Miko, Martine Schambacher u.a.